Fragen und Antworten zum ISO-Massivhaus-System
"Wie ist das Wohnklima in einem ISO-Massivhaus?"
Das Raumklima eines ISO-Massivhauses ist hervorragend, und zwar aus folgenden Gründen:
Für
ein gesundes und angenehmes Wohnklima ist der Temperaturunterschied
zwischen Raumluft und Wand entscheidend. Ist die Wand mehr als 3°C
kälter als die Raumluft, so hat man das unangenehme Gefühl, es "zieht"
und man fühlt sich unwohl.
Die Innenwand-Temperatur der ISO-Massivwand weicht auch bei
größter Kälte (außen minus 20°C, innen plus 20°C) nur max. 1°C von der
Raumlufttemperatur ab. Die ISO-Massivwand sorgt so für ein behagliches
Wohngefühl und ein angenehmes Raumklima.
"Wie lange hält Styropor / Neopor?"
Styropor® ist eine weit verbreitete Markenbezeichnung für ein Produkt der BASF AG. Die allgemeingültige Bezeichnung - auch für ähnliche Produkte anderer Hersteller - lautet: Expandierter Polystyrol- Hartschaum, abgekürzt “EPS”.
Seit 1994 gibt es eine Weiterentwicklung namens Neopor®. Neopor-Elemente wurden in der Wärmedämmfähigkeit nochmals verbessert und sind erkennbar an ihrer grauen Farbe.
EPS
gibt es schon seit 1951. Versuche haben ergeben, dass dieser Werkstoff
auch nach vielen Jahren keinerlei Anzeichen von Alterung zeigt. Bei
sachgerechter Verarbeitung, d.h. Schutz vor Lösungsmitteln und
UV-Bestrahlung, ist EPS unbegrenzt haltbar!
"Ist EPS gesundheitsschädlich?"
Nein.
EPS wird FCKW-frei mit Wasserdampf aufgeschäumt und besteht zu 98% aus
Luft. Es ist absolut ungiftig und sogar für Lebensmittelverpackungen
zugelassen. Bienenkörbe, Nistkästen und Aufzuchtgefäße für
Kleinstlebewesen werden aus EPS hergestellt. EPS wird auch der
Blumenerde als Wachstumsverbesserer zugegeben und ist gesundheitlich
völlig unbedenklich!
(Bild: Lebensmittelverpackung aus Styropor. Quelle: Fotolia)
"Brennt EPS?"
Nein. Für die ISO-Massivhaus-Bauelemente wird Material der Klasse “SE" verwendet, das bedeutet: Schwer entflammbar und selbstverlöschend.
"Ist Beton biologisch einwandfrei?"
Ja.
Die biologische Unbedenklichkeit von Beton erkennen Sie z.B. daran,
dass Beton zum Verschließen von Baumwunden verwendet wird.
In Form
von Bimsbetonsteinen, Stahlbetondecken, Betonfertigkellern,
Sturzelementen und in anderen Kombinationen ist Beton beim Hausbau seit
jeher ein bewährter Baustoff.
Beton ist ein “flüssiger Stein”, den schon die alten Römer kannten. Er besteht aus Sand, Kies, Wasser und Zement. Zement wird hergestellt z.B. aus Kalkstein, Ton und Gipsstein. Mehr info unter www.beton.de
Ja.
Bis zu einer Höhe von 22 m (Fußbodenhöhe des obersten Stockwerks =
Hochhausgrenze) ist das ISO-Massivhaus-Bausystem zugelassen.
"Ist Fußbodenheizung für ISO-Massivhäuser geeignet?"
Ja,
denn in hochgedämmten Wohnhäusern kommt die Fußbodenheizung mit
geringen Vorlauftemperaturen aus (ca. 25- 35°C), so dass keine
Staubaufwirbelung erfolgt. Durch die großen Abstrahlflächen des
Fußbodens erfolgt eine gleichmäßige Wärmeabgabe, trägt so zu einem
angenehmen Raumklima bei und reduziert die Heizkosten durch geringen
Energiebedarf.
"Wenn ich selber bauen will: Hilft mir jemand dabei?"
Aber
sicher. Der Selberbauer im Großraum Köln - Aachen wird von uns
gründlich in das Bausystem eingewiesen. Ihr persönlicher Bauassistent
ist dabei, wenn die ersten Reihen angelegt werden. Er überprüft das
Fundament auf eventuelle Ungleichmäßigkeiten, nivelliert die ersten
Reihen und verfüllt die Wände mit Beton. Im weiteren Verlauf der
Bauphase überwacht er regelmäßig den Baufortschritt und steht zur
Verfügung, wenn Hilfe benötigt wird.
"Was kostet die Betreuung durch den Bau-Assistenten?"
Eine gründliche Einweisung ist im Kaufpreis enthalten. Die erste Etage bauen Sie gemeinsam mit dem Bau-Assistenten, und danach entscheiden Sie selbst, wie intensiv Sie noch betreut werden möchten. Die Bezahlung erfolgt nach Aufwand.
Wenn Sie die Betreuungskosten sparen möchten, empfehlen wir Ihnen, vorab bei einer anderen Baustelle mitzuhelfen. Nach einigen Tagen Mithilfe dürften Sie sich so sicher fühlen, dass Sie bei der Erstellung Ihres eigenen Hauses keine weitere Unterstützung mehr benötigen. Und wenn Sie sich dennoch unsicher fühlen oder Fragen haben: Anruf genügt.
Gern stellen wir auch den Kontakt zu anderen Bauherren in Ihrer Nähe her, damit man sich gegenseitig helfen kann.
Und
wenn Sie nach Fertigstellung Ihres Hauses gegen Bezahlung als
regionaler Bau-Assistent für uns tätig werden möchten, sollten wir uns
darüber unterhalten!
"Kann ich mir mal eine Baustelle ansehen?"
Natürlich.
Bitte vereinbaren Sie einfach einen Termin mit uns. Gerne zeigen wir
Ihnen „live und in Farbe“, wie das Bauen mit dem ISO-Massivhaus- System
funktioniert.
"Wieviel kann ich sparen, wenn ich selber baue?"
Wichtig ist, dass Sie Ihre fachlichen und zeitlichen Möglichkeiten richtig einschätzen. Mein Tipp: Erbringen Sie dort Eigenleistungen, wo es sich wirklich lohnt. Überlassen Sie langwierige und schwierige Dinge dem Fachmann, das geht schneller und Sie haben Garantie. Denn schließlich ist Zeit auch Geld - denken Sie nur an die Doppelbelastung durch Miete und Bauzeitzinsen.
Durch Eigenleistung bei der Rohbauerstellung können Sie Geld sparen. Sie brauchen dafür nur zwei Helfer und ein paar Tage Zeit. Haushaltsübliche Werkzeuge genügen, alles andere bringen wir mit. Der ersparte Arbeitslohn für einen Rohbau (Keller, Erdgeschoss, Dachgeschoss) dürfte bei einem Haus mittlerer Größe ca. 15.000 € betragen.
Beim weiteren Innenausbau empfehlen wir Eigenleistungen bei folgenden Gewerken: Fliesen, Bodenbeläge, Maler- und Tapezierarbeiten, Dachgeschoss-Ausbau.
Ihr
Bauherrenberater erklärt Ihnen genau, bei welchen Gewerken Sie
Eigenleistungen erbringen können / sollten und wo lieber nicht. Dann
errechnet er anhand der von Ihnen geplanten Eigenleistungen, wie hoch
Ihre Ersparnis ist.
(Merke: Eigenleistung = Eigenkapital!).
"Wo werden ISO-Massivhäuser überall gebaut?"
Wir bauen für Sie schlüsselfertig im Großraum Köln - Aachen, sowie im Grenzgebiet der Niederlande und Belgien.
Bausatzbetreuung können wir im Einzelfall und auf Anfrage auch für größere Entfernungen leisten.
"ISO-Massivhaus: Die schnellste Bauweise der Welt?"
Die Erstellung der Wände geht sehr tatsächlich sehr schnell, da man mit leichten und großformatigen Elementen zu tun hat.
Aber wir wollen realistisch bleiben: Wenn der Rohbau erstellt ist, muss der Installateur, der Elektriker, der Zimmermann, der Dachdecker etc. ran - und das dauert genau so lange wie bei anderen Häusern auch. Zugegeben: Der Installateur und der Elektriker wird schneller sein als bei anderen Häusern, da er keine Schlitze stemmen muss. Aber machen Sie sich nichts vor - und lassen Sie sich auch nichts vormachen: Bauen braucht seine Zeit!
Wenn einer verspricht, in wenigen Wochen schlüsselfertig zu bauen, bedenken Sie: Jeder will verkaufen, aber keiner kann zaubern!
Manche Dinge können Sie nicht beeinflussen: Der Innenputz und der Estrich müssen trocken sein, bevor Sie Fliesen legen und tapezieren können etc. Planen Sie eine ausreichende Zeitreserve ein. Das ist besser, als in eine Baustelle einziehen zu müssen, weil der Nachmieter schon vor der Tür steht.
Fertighäuser in Holzbauweise haben den Vorteil, dass sie schnell aufgestellt sind. Aber gebaut werden sie dennoch - und zwar im Werk. Es dauert also seine Zeit, bis das Haus geliefert wird. Dann geht es ruckzuck - und anschließend kommt der Innenausbau. Und auch der braucht seine Zeit.
Sie wollen doch, dass die Handwerker ihre Arbeit vernünftig machen? Dann geben Sie ihnen die Zeit, die nötig ist. Zeit ist Geld - aber übertriebene Eile kostet Geld!
> Bitte lesen Sie weiter: Baubiologie / Bautechnik
